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Welche Kosten fallen bei dem Kauf einer Immobilie an?

Natürlich ist es so, dass gerade in Zeiten niedriger Zinsen sehr viele Menschen mit dem Gedanken spielen, sich eine eigene Immobilie zu kaufen. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein Haus oder eine Eigentumswohnung handelt. Entscheidend ist vielmehr, dass Sie eine schöne Immobilie zu einem passenden Preis-Leistungs-Verhältnis erwerben können. Wenn Sie genügend Eigenkapital haben und den Rest des Kaufpreises günstig finanzieren können, kann es dann sein, dass Sie geringere monatliche Raten zahlen müssen, als dies bei Ihren bisherigen Mietzahlungen der Fall ist. Natürlich ist es wichtig, dass Sie wissen, welche Kosten außer dem Kaufpreis bei dem Kauf einer Immobilie noch auf Sie zukommen. In diesem Fall wird von den Kaufnebenkosten gesprochen.

Die Kaufnebenkosten

 

Zu diesen Kosten zählt zunächst einmal die Maklerprovision. Diese fällt immer dann an, wenn bei dem Kauf ein Makler eingeschaltet war. Oft wird im Kaufvertrag vereinbart, dass der Käufer diese Kosten trägt. Diese Kosten betragen immer einen bestimmten und vorher festgelegten Prozentsatz des Kaufpreises. Daneben fallen Notargebühren an. Ein Kaufvertrag über eine Immobilie ist regelmäßig nur dann wirksam, wenn er notariell abgeschlossen wurde. Nur in diesem Fall wird der Erwerber zu einem späteren Zeitpunkt als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen. Für die Grundbucheintragung fallen weitere Gebühren an. Die Notargebühren und die Gebühren für die Grundbucheintragung richten sich ebenfalls nach der Höhe des Kaufpreises. Es gibt hier Gebührenordnungen, die bei einem bestimmten Kaufpreis die jeweilige Höhe der Gebühren vorschreiben.

Die Höhe der Kaufnebenkosten

 
Grob gesagt können Sie davon ausgehen, dass die Kaufnebenkosten etwa 10 % der Kosten der Immobilie betragen. Dies können Sie schon vorher einplanen, wenn Sie eine Immobilie erwerben wollen. Eventuell lassen sich Kosten sparen, wenn bei dem Kauf auf einen Makler verzichtet wurde. Wenn Sie diese Kosten aber vorher fest einplanen, werden Sie im Nachhinein keine unangenehmen Überraschungen erleben. Sie können auf diese Weise sehr schön planen, in welcher Höhe Sie einen Kredit benötigen werden. Mit einer guten und soliden Planung sollte es kein Problem sein, eine Immobilie zu erwerben.

Kaufnebenkosten

Der Kauf einer eigenen Immobilie ist ein großer Schritt, den man im Vorfeld gründlich planen sollte. Als erstes sollten die eigenen Finanzen dahingehend überprüft werden, ob und in welcher Höhe eine Immobilie finanziert werden kann. Für eine solide Finanzierung ist es hilfreich, wenn Eigenkapital in Höhe von 20-30 % der Kaufsumme vorhanden ist, da die Bank ansonsten das eventuell höhere Risiko mit einer höheren Zinsbelastung für den Käufer kompensiert. Auch Bausparverträge oder eine Lebensversicherung können als Eigenkapital gewertet werden.

Insgesamt ist aber nicht nur die Höhe der Kaufsumme entscheidend, denn zu den eigentlichen Kosten für die Wohnung oder das Haus selbst kommen noch die sogenannten Kaufnebenkosten hinzu. Diese Faktoren sollte man bei der Planung des Budgets mit einkalkulieren, da sie bis zu 10 % des Kaufpreises betragen können.

Ein Bestandteil der Kaufnebenkosten ist die Grunderwerbsteuer, die bei dem Erwerb eines Grundstücks vom Finanzamt erhoben wird und je nach Bundesland zwischen 3,5 und 5 % des Kaufpreises beträgt. Einige Bundesländer haben bereits zum 01.01.2012 den Satz auf 4,5% erhöht oder planen diesen im Laufe des Jahres zu erhöhen, so dass nur noch in Bayern, Hessen und Sachsen der niedrigere Satz von 3,5 % gilt.

Für den Eintrag des Grundstücks im Grundbuch und den damit verbundenen Notarkosten darüber hinaus werden ca. 1,5 % fällig. Ein aktueller Grundbuchauszug gibt auch Auskunft über mögliche Belastungen, wie z.B. eine Hypothek, die noch auf dem Grundstück liegen.

Optional können noch Provisionszahlungen für einen Makler anfallen – die Maklercourtage. Je nach Lage der Immobilie und der aktuellen Marktsituation können für Kaufobjekte noch einmal 3 – 6 Prozent plus Mehrwertsteuer hinzukommen. Bei Mietobjekten ist Zahlung auf maximal zwei Nettokaltmieten beschränkt.

Ist die Finanzierung gesichert und der Kaufvertrag abgeschlossen, kann es Sinn machen ein Anderkonto von einem Notar treuhänderisch, eröffnen zu lassen. Für den Käufer hat das unter anderem den Vorteil, dass der Kaufpreis erst an den Verkäufer überwiesen wird, wenn der Eintrag im Grundbuch erfolgt und damit das Eigentum an den Käufer übergegangen ist. Im Falle einer Insolvenz des Verkäufers ist damit auch das eingezahlte Geld gesichert.