Wohnungsnachfrage steigt, aber von einer Preisblase ist nicht die Rede!

Das Kaufinteresse an Wohnimmobilien ist auch im Jahr 2011 deutlich gestiegen – vor allem in den Metropoleregionen. Das schlägt sich auch in den Preisen für gebrauchte Immobilien nieder. Im Durchschnitt beträgt die Steigerung der Immobilienpreise bei Eigenheimen 3 % gegenüber dem Vorjahr. Bei Eigentumswohnungen ist sogar eine Steigerung der Preise um 5 % zu verzeichnen. Von einer Immobilien- bzw. Preisblase ist aber nicht die Rede, da die Preise im Schnitt noch sehr günstig sind. LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm bestätigt, dass die Preise hinter den Werten des Jahres 2000 um mehr als 10 % zurückbleiben. Ist damit in 2012 mit einer noch höheren Preissteigerung zu rechnen?

Es ist wohl wahr, dass nach Jahren der Preisstabilität oder sogar leichten Preisrückgängen wieder ein Preisanstieg zu beobachten ist, aber dieser sei eher der aktuellen Finanzlage in Europa zu schulden. Laut LBS gilt als Ursache für die steigende Wohnungsnachfrage die Tatsache, dass die Immobilie im Moment als attraktive und sichere Anlage gilt und damit als eine beliebte Altersvorsorge. „Insgesamt ist das aber eine gesunde Aufholentwicklung“, so Hamm, denn blickt man zurück, dann seien die Immobilienpreise für gebrauchte Immobilien selbst 1995 bundesweit nicht niedriger gewesen.

Die Zeichen für eine weitere Aufwärtsentwicklung stehen gut, so dass Immobilienverkäufer genau überlegen sollten, ob nun der Zeitpunkt für einen Verkauf gekommen ist. Nach wie vor steigt die Nachfrage und die Finanzierungsbedingungen sind weiter günstig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen im November 2011 auf 1 % gesenkt, wodurch sich die Inflationsangst weiter verstärken dürfte. Dies sind gute Bedingungen, um einen hohen Verkaufspreis zu erzielen: die Nachfrage ist hoch und die Zinsen sind niedrig.

Hinzu kommen, dass im Vergleich zum Vorjahr auch die Baugenehmigungen deutlich gestiegen sind. Ein Plus von rund 22 % in 2011 spricht hier eine deutliche Sprache. Laut Statistischem Bundesamt hat sich der Positivtrend in diesem Zeitraum fast vervierfacht im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2010.

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