Sicherung der Rechte eines Käufers

Beim Kauf einer Immobilie gilt es die unterschiedlichsten Tipps und Tricks zu beachten. Besondere Beachtung findet dabei die Sicherung der Rechte des Käufers im Verkaufsprozess, damit dieser nicht kurz vor Ende doch mit leeren Händen da steht. Eine Auflassung und die dazugehörige Auflassungsvormerkung sind in dieser Beziehung unabdingbar.

Wie sichert sich der Käufer seine Rechte vor der eigentlichen Eintragung als Eigentümer ab?

 

Auflassungsvormerkung: der neue Eigentümer wird bereits im Grundbuch vermerkt

Wenn der Käufer sich nun speziell noch vor dem Kauf absichern möchte, dass keine neuen Grundschulden eingetragen werden, muss er eine Auflassungsvormerkung beantragen. Dadurch wird er als neuer Eigentümer vorgemerkt, so dass im Laufe der Kaufvertragsregelung keine Eintragungen des bisherigen Eigentümers erfolgen können. Durch die Auflassungsvormerkung wird somit die Lastenfreiheit auch während der Kaufabwicklung garantiert. Die Auflassungsvormerkung kündigt den Eigentumsübergang an den Käufer lediglich an, vollzieht diesen aber noch nicht.

Vor der Vormerkung im Grundbuch sollte sich der Käufer jedoch informieren, ob das angebotene Objekt auch wirklich lastenfrei ist, damit er bei der Auflassung nicht eventuelle Eintragungen des Voreigentümers übernimmt. Unter Lastenfreiheit kann hierbei verstanden werden, ob alle Grundbucheinträge wie Hypotheken, Grundschulden oder Ausübungsverbote gelöscht wurden.

Auflassung: Eigentumsübergang an den Käufer

 

Eine Auflassung ist die Vereinbarung von Käufer und Verkäufer, dass die Immobilie auf den neuen Eigentümer übergeht. Sie findet meistens 6 bis 8 Wochen nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages statt. Durch die Auflassung wird weiterhin geregelt, dass der Käufer verpflichtet ist, sich als Eigentümer eintragen zu lassen. Demzufolge wird ab der Eintragung der Auflassungsvormerkung ins Grundbuch auch der Kaufpreis für die Immobilie fällig. Erst wenn der Kaufpreis an den Verkäufer bezahlt ist, kann die Auflassung durch die Mitarbeiter des Grundbuchamtes formal ins Grundbuch eingetragen werden. Die Auflassung kann also erst erfolgen, wenn bestimmte Voraussetzung durch den Käufer erfüllt sind: der Kaufpreis wurde bezahlt, Grunderwerbssteuer gezahlt sowie der Verzicht auf Vorkaufsrecht und ggf. Genehmigungen.

Unser Tipp

 

Zu berücksichtigen sind deshalb die Lastenfreiheit der Immobilie, das Anfertigen der Auflassungsvormerkung, so dass die Immobilie auch lastenfrei bleibt und schließlich die Auflassung, mit der der Käufer Eigentümer wird. Durch diese drei Schritte können die Rechte des Käufers besser beim Erwerb einer Immobilie geschützt werden, infolgedessen einem erfolgreichen Übergang keine Hindernisse mehr im Weg stehen.

 

 

 

Kommentare sind geschlossen.