Spitzenpreise für Immobilien in sehr guten Lagen

Das Preisniveau für deutsche Immobilien ist derzeit auf seinem höchsten Stand, welches seit Jahren erreicht wurde. Besonders Wohn- und Geschäftsgebäude stehen dabei im Mittelpunkt. Allerdings ist die Schmerzgrenze für Spitzenobjekte erreicht. Die Preise werden vermutlich weiter steigen, jedoch nicht mit einer so dynamischen Entwicklung wie noch im Frühjahr 2011.

Hier ist nicht wie im vergangen Jahr die schnelle Kapitalsicherung das Ziel, aktuell orientieren sich Käufer eher an der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit ihrer Geldanlage mit Blick auf die Renditen. „ Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung der Investoren sind die Mieten – dort wo die Mieten steigen, gibt es auch noch ein Kaufpreissteigerungspotential“, so Carsten Rieckhoff, Leiter Research Engel & Völkers Commercial. Die Investoren agieren hier am Markt mit einer stärkeren Vernunft und setzten ihren Fokus mehr auf die Renditen und damit auch auf die Objektqualität und Lage einer Immobilie.

Ostdeutsche Städte im Blickpunkt

Die Betrachtung der Preisentwicklung in deutschen Städten stellt sich als sehr heterogen dar. Besonders dort wo das Mietpreisniveau auf einem niedrigen Stand ist, lassen sich stärkere Wachstumstendenzen erkennen. Unter diesen Städten befinden sich überwiegend ostdeutsche Städte wie Leipzig, Berlin und auch Potsdam, hier ist ein hoher Preiszuwachs festzustellen.

Zu den Städten mit dem größten Steigerungspotenzial zählt u. a auch Hamburg. Investoren sind bereit für hochwertige Objekte auch Höchstpreise zu zahlen, sofern die Bedingung einer guten bis sehr guten Lage gegeben ist. Auf der einen Seite ist die Nachfrage nach höherwertigen Immobilien sehr stark, allerdings ist das Angebot hier begrenzt, so dass Anleger  zwangsläufig auch Objekte in mittlerer Lage in Betracht ziehen.

Die Entwicklung hin zu sicheren und insbesondere wertbeständigen Anlagen wie Wohn- und Geschäftshäusern, liegt am gegenwärtigen Marktumfeld. „Auf der einen Seite haben wir eine erfreuliche Situation der deutschen Wirtschaft mit einer gesunden Ertragssituation und einem steigendem Anlagedruck. Jedoch zeigt auf der anderen Seite – insbesondere das europäische Wirtschaftsumfeld – große Unsicherheiten und Abschwungtendenzen.“, so Rieckhoff.

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