Archiv für März 2013

Wohnungsverkauf – Was ist vorher zu tun?

Wer erfolgreich seine Wohnung verkaufen möchte, sollte unter anderem wissen, was potenzielle Käufer erwarten. Denn dann können als Vorbereitung auf den Wohnungsverkauf zum Beispiel Renovierungsmaßnahmen gezielt durchgeführt werden.

Die Erwartungen potenzieller Käufer kennen
Eine Immobilie verkaufen erfordert eine gute Vorbereitung und Planung. Zunächst sollten Sie sich über Ihre Zielgruppe klar werden. Wer wahrscheinlich Ihre Wohnung kaufen wird, hängt zum Beispiel von der Größe, der Ausstattung und der Lage ab. Wenn eher anspruchsvolle und gut situierte Menschen zu Ihren potenziellen Käufern gehören, müssen Sie in der Regel vor dem Verkauf mehr investieren in Reparaturen und Renovierung. Dafür können Sie jedoch auch einen höheren Preis verlangen. Andere Käufergruppen dagegen möchten lieber weniger bezahlen und sind dafür bereit, mehr Instandhaltungsmaßnahmen selbst durchzuführen.

Einen guten Eindruck machen
Eine Verpflichtung, die Wohnung vor dem Verkauf zu renovieren besteht nicht, jedoch wirkt eine sehr abgewohnt aussehende Immobilie normalerweise auf alle Käufergruppen eher abschreckend. Doch auch, wenn Sie sich gegen eine Renovierung entscheiden, muss der erste Eindruck bei Interessenten nicht schlecht sein. Sauberkeit vor allem in Küche und Bad, geputzte Fenster und Ordnung auch im direkten Außenbereich der Immobilie können sehr zu einem positiven ersten Eindruck beitragen. Nutzen Sie den ersten Eindruck, denn er hat mehr Einfluss auf die finale Entscheidung, als den meisten Menschen bewusst ist.

Den richtigen Zeitpunkt abwarten für den Wohnungsverkauf

Viele Menschen scheinen im Frühling eher bereit, eine Wohnung zu kaufen als im Winter. Doch abgesehen von der Jahreszeit kann der richtige Zeitpunkt für den Wohnungsverkauf auch davon abhängen, ob sie vermietet ist oder leer steht. Normalerweise besteht größere Nachfrage nach leer stehenden Wohnungen, weswegen diese schneller und oft zu einem höheren Preis verkauft werden können. Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie daher mit einem Verkauf warten, bis die aktuellen Mieter ihren Mietvertrag kündigen oder dieser ausläuft, sofern er zeitlich befristet ist.

Formen des Maklervertrags

Wer Haus oder Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, kann einen Makler beauftragen. Immobilienmakler kennen den Immobilienmarkt und wissen, wie sie das Objekt bestmöglich präsentieren können. Ein Vertrag zwischen Auftraggeber und Makler schützt dabei vor unwillkommenen Überraschungen.

Formlose Erlaubnis zum Verkauf oder zur Vermietung

Die einfachste Form eines Maklervertrags ist eine mündliche oder schriftliche Vereinbarung, mit der der Eigentümer dem Makler die Erlaubnis erteilt, das Objekt zu vermieten oder zu verkaufen. Diese Art Maklervertrag ist jedoch für keinen der Vertragspartner eine Verpflichtung. Der Eigentümer kann sich selbst bemühen, Mieter oder Käufer zu finden oder weiteren Maklern einen formlosen Auftrag erteilen. Der Makler wiederum ist nicht verpflichtet, überhaupt tätig zu werden. Sofern der Eigentümer das Objekt selbst vermietet oder verkauft, hat der Makler kein Recht auf Provision.

Einen Makler allein beauftragen – einfacher Alleinauftrag

Mehr Sicherheit für einen Makler besteht dann, wenn er mit dem Auftraggeber einen einfachen Alleinauftrag vereinbart. Der Makler verpflichtet sich darin, für den Auftraggeber auch tatsächlich tätig zu werden. Der Vermieter oder Verkäufer des Objekts sagt im Gegenzug bindend zu, keine anderen Makler mit dem Auftrag zu betrauen. Ein einfacher Alleinauftrag beinhaltet keine Verkaufsverpflichtung, der Auftraggeber kann Interessenten also ablehnen. Zudem hat der Immobilienbesitzer weiterhin das Recht, selbst den Verkauf bzw. die Vermietung abzuwickeln. In diesem Fall hat der Makler kein Recht auf Provision.

Einen Makler exklusiv beauftragen – qualifizierter Alleinauftrag

Ein qualifizierter Alleinauftrag ist die für den Makler günstigste Vertragsform. Der Auftraggeber darf keine weiteren Immobilienmakler mit dem gleichen Auftrag betrauen und muss außerdem alle Interessenten, die direkt an ihn herantreten, an den Makler verweisen. Dieser führt dann die weiteren Gespräche und Verhandlungen durch und erhält bei erfolgreichem Abschluss in jedem Fall seine Provision. Zudem beinhalten qualifizierte Alleinaufträge meistens eine Klausel, die dem Makler das Recht auf Schadenersatz einräumt, falls der Auftraggeber doch weitere Makler einschaltet oder selbst die Vermietung oder den Verkauf durchführt.