Archiv für September 2012

Steuervorteile beim Kauf einer Kapitalanlage

Seit geraumer Zeit ziehen viele Anleger Immobilien wieder als Kapitalanlage in Betracht. Das niedrige Zinsniveau und die Aussicht auf eine bleibende Werthaltigkeit fördern den Kauf von Immobilien zum jetzigen Zeitpunkt. Beim Kauf von vermieteten Immobilien können zudem Steuervorteile geltend gemacht werden.

Wird für den Kauf einer vermieteten Immobilie ein Kredit aufgenommen, so können die Zinsen für das Darlehen als Werbungskosten von den Mieteinahmen abgesetzt werden. Mieteinahmen sind aus Sicht des Gesetzgebers einkommenssteuerpflichtig, da hier Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt werden. Zu beachten ist hier aber das der aufgenommene Kredit unmittelbar auch zur Zahlung des Kaufpreises herangezogen wird.

Worauf sollten Kapitalanleger achten?

Nimmt ein Anleger also einen Kredit auf und dieser wird dann nur zu einem Teil für die Begleichung einer Immobilienfinanzierung herangezogen, so können die Zinsen nicht als Werbungskosten abgesetzt werden. Ebenso können keine Steuervorteile genutzt werden, wenn der Kauf einer Immobilie vor Bewilligung des Kreditantrags stattgefunden hat. So das Anleger keine Zahlungen vor bestehendem Kredit tätigen sollten.

Bei der Auszahlung eines Kredits wird von einer Bank oft nicht der volle Betrag ausgezahlt, sondern ein Teilbetrag einbehalten. Dieser Betrag wird auch Disagio genannt und wird von der Bank als eine Art Vorrauszahlung auf den Kredit betrachtet. Das Disagio kann in dem Jahr als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden, in dem der Kredit ausgezahlt wurde. Von einem Disagio können allerdings nur bis zu fünf Prozent als Werbungskosten berücksichtig und somit steuerlich geltend gemacht, werden.